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Bremgarter Zeitung vom 1.11.2011

Gutes Rezept mit feinen Beilagen

23 Seemänner machten sich mit Kapitän Eugen Dietiker auf, die Meere und den Broadway zu erobern. Mit dem Tastenkünstler Sebastian Felix, der bewegenden Stimmee von Petra Wydler und einem Stimmimitator gelang ihnen beste Unterhaltung.

Ein abendfüllendes Unterhaltungsprogramm ganz nach Arner Männerchortradition. So schlicht das Motto "Ahoi, die Welt ist schön", so abwechslungsreich das Programm mit etlichen Höhepunkten. Die Welt ist vor allem voller Seemannslieder, die sich für die Interpretation durch einen Männerchor hervorragend eignen; Lieder wie "Seemann, deine Heimat ist das Meer" und "Das geht so auf der Reeperbahn  bei Nacht" oder die musikalische Verneigung vor Peter Alexander mit "Die kleine Kneipe in unserer Strasse" und einige mehr. Der Männerchor hat auch Sinn für berührende Momente. Der Auftritt von Karl Illi zu Konzertbeginn ist zu nennnen. In Frauenkleidern und blonder Perücke sang er "Lili Marleen". Ernst Aerne, das älteste Mitglied, steuerte mit seinem Solo "Es löscht das Meer die Sonne aus" ebenfalls einen ruhigen Touch bei. Als Solist beeindruckte auch Jakob Dolder mit seinem herrlichen Bass. Mit "New York", New York" und "I'm singing in the rain" kam der Chor am Broadway an, um darauf mit "Country Roads" nach West Virginia weiterzureisen. Sängerin Petra Wydler und Pianist Boby Wydler, Tochter und Vater, waren ursprünglich für feine Unterhaltungsmusik nach dem Konzertprogramm engagiert worden. Es kam die exzellente Idee auf, von der tollen Stimme der Musikstudentin zu profitieren. "Sie sagte spontan zu", freute sich Präsident Ruedi Häfeli. Begleitet vom Pianisten Sebastian Felix sang sie den Titelsong "My Heart will go on" aus "Titanic" und aus dem Musical "Cats" den Ohrwurm "Memory". Ein grosser Gewinn war zum wiederholten Mal Sebastian Felix an seinen schwarzen und weissen Tasten. Das Publikum genoss nebst seiner subtilen Begleitung der Interpreten sein eigenes Arrangement "La Paloma", einem der bekanntesten Seemannslieder. Dass er den Rhytmus aber nicht nur in seinen Fingern hat, bewies er gekonnt mit einer rasanten Stepnummer. Ein Überrraschungsgast war versprochen worden. Mit Stimmimitator Jan Frei schafften es dann allerdings ein rundes Dutzend davon auf die Bühne der Arner Mehrzweckhalle. Matthias Hüppi interviewte in der "Sportschau" Carlo Janka, Ottmar Hitzfeld und weitere unverkennbare Stimmen bis hin zu Roger Federer und Boris Becker. Bei seinem zweiten Auftritt spielte Jan Frei "Arena". Dort traf er zur Belustigung des Publikums auf Roger Köppel, Christoph Mörgeli, Roger Schawinski und die alt Bundesräte Schmid und Leuenberger. "Es ist vor allem der Hartnäckigkeit unseres Maestros Eugen Dietiker zu verdanken, dass dieses Herbstkonzert so gut gelungen ist, erklärte Ruedi Häfeli. Der Kapitän führt den 26-jährigen Verein seit 23 Jahren. "Meine Damen", bat er, "gönnen Sie Ihren Männer einen freien Abend pro Woche". Anschliessend gehörte die kleine Bühne Boby Wydler am Piano und Petra Wydler an der Gitarre. Ihre Musik untermalte die fröhliche Gemeinschaft in der vollen Mehrzweckhalle.

Lis Glavas


Pesseauszüge 2010:

BREMGARTER ZEITUNG 3.11.2010

Der jüngste Männerchor der Region liess am letzten Samstag in der Mehrzweckhalle Arni die Korken knallen. Seit 25 Jahren singen die Vereinsmitglieder gemeinsam unter dem Motto "Xang isch xung".

"Xang isch xung" ist keinem Lehrbuch für Chinesisch entnommen, sondern stammt aus der Feder des erfolgreichen Musikers Polot Hofer.
Dass das Singen gut für die Seele und das Gemeinschaftsgefühl ist, das hat der Männerchor Arni bereits vor langer Zeit erkannt und Hofers Ausspruch kurzum zu seinem Motto gemacht. Seit nun 25 Jahren musizieren die Männer gemeinsam und sind dabei "auf qualitativ gute Ausführung bedacht. Aber auch auf die Pflege der Kameradschaft und die gute Stimmung untereinander wird geachtet".
Nur wenig Wechsel
Seit 23 Jahren proben die heute 24 aktiven Sänger unter der Leitung von Dirigent Eugen Dietiker. Dass ein Verein in einem Vierteljahrhundert nur zwei Dirigenten und drei Präsidentenwechsel erlebt hat und noch immer acht Gründungsmitglieder im Chor mitsingen, ist ein Beweis für das gute Funktionieren der Männergemeinschaft. Oder, wie es Gemeindeammann Heinz Pfister in seiner Ansprache formulierte, dass es den Sängern "sauwohl" ist in ihrem Verein.
Musikalische Zeitreise
Dirigent Eugen Dietiker und sein Chor gestalten für den Jubiläumsabend ein bunt gemischtes Liederprogramm aus den letzten 25 Jahren. So polierten sie den alten Klassiker "Aus der Traube in die Tonne" neu auf, den die geselligen Chormitglieder laut Dietiker "alle ins Herz geschlossen" haben. Weiter interpretierten sie auch den Grönemeyer-Hit "Männer", dessen Refrain bekanntlich fragt "Wann ist ein Mann ein Mann?"
Der Männerchor Arni hat eine Antwort parat: Richtige Männer singen im Männerchor. Wer sich nach dieser Erkenntnis dem Verein anschliessen möchte, ist herzlich eingeladen, den Chor bei den wöchentlichen Proben am Montag zu besuchen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer selbst packten die Gelegenheit gleich beim Schopf und unterstützten die Sänger beim 60er-Jahre Hit "Barbara Ann" kräftig.
Das Einbeziehen des Publikums in das Vereinsleben liegt dem Männerchor sichtlich am Herzen. Beim Jubiläumslied "Ergreift das Glas und stosset an" offerierte man jedem der anwesenden Fans und Freunde ein Cüpli zum Anstossen. Die klirrenden Gläser und vielen Glückwünsche zum 25-Jahr-Jubiläum begleiteten den Chor bei seinem Gesang. Die Ansprache des Gemeindeammanns unterstirch den wichtigen Platz, den der Männerchor im Dorfleben einnimmt.
Aus der Vereinsgeschichte
Bevor die Vereinsmitglieder aber endgültig die Bühne verlassen und selbst zum Publikum werden konnten, kramten sie in der Erinnerungskiste und erzählten vom Innenleben des Männerchors. Kari Illi berichtet, wie er damals gemeinsam mit seiner Frau Lydia, die auch die erste Dirigentin gewesen war, Flugblätter verteilte und tatsächlich sieben Leute zur ersten Sitzung erschienen. Schnell stieg die Zahl auf 14 an, mit denen man den Männerchor Arni gegründet hat.
Mit Zuwachs
Der erste Präsident war Max Rüttimann, der sich gern an seine Zeit im Chor erinnert. Auch Walter Schnell, der das Präsidium von Rüttimann übernahm und erst 2007 an den heutigen Präsidenten Ruedi Häfeli übergab, erinnert sich gern an die nationalen Gesangsfeste und meint zu Recht mit Stolz, dass der Männerchor Arni der einzige Chor der Region ist, der in den letzten Jahren sogar gewachsen ist. "Ein kollektiver Erfolg eines harmonierenden Vereins", wie er hinzufügt.
Der Lehrer und seine Mannen
Ernst Aerne, das älteste Mitglied im Verein, singt zwar auch ganz alleine ein Lied, wenn es ihm danach ist und er beglückte das Publikum am Jubiläumsabend mit einer Soloversion von "Hörst du das Lied der Berge". Ansonsten folgen die Chorsänger aber der Leitung von Eugen Dietiker, der vor 23 Jahren das Angebot bekam, den Chor zu leiten. "Als Lehrer kann man das doch, hat es als Begründung geheissen", meint er schmunzelnd. Der Laiendirigent, der den Chor mit grossem Engagement und Elan führt und gerne auch einmal den Text mit Gestik unterstreicht, gehört "zum Inventar" des Chors.  --law





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